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Buchcover Volker Präkelt und Derek Roczen: BAFF! Wissen „Zicke zacke Dinokacke!“

Rezension von Melanie Barth

Was ist eigentlich aus den Dinosauriern geworden? Wie haben sie gelebt und welche Spuren haben sie hinterlassen? Das sind Fragen, die nicht nur Kinder beschäftigen und auf die viele Eltern keine Antwort wissen. Die neue Reihe “Baff Wissen!” hält viele Antworten bereit und nicht nur das, sie lässt die Leser auch in kleinen Geschichten miterleben, wie Forscher sich mit Dinosauriern beschäftigen oder Besucher sich in Museen und Ausstellungen auf die Suche nach Informationen machen...

BuchtitelBAFF! Wissen „Zicke zacke Dinokacke“
AutorVolker Präkelt, Derek Roczen
GenreSachbücher
Lesealter8+
Umfangca. 64 S., mit Fotos und Illustrationen
Edition1. Auflage 2012
VerlagArena Verlag
ISBN978-3-401-06776-6
Preis9,99 €

Was ist eigentlich aus den Dinosauriern geworden? Wie haben sie gelebt und welche Spuren haben sie hinterlassen? Das sind Fragen, die nicht nur Kinder beschäftigen und auf die viele Eltern keine Antwort wissen. Die neue Reihe “Baff Wissen!” hält viele Antworten bereit und nicht nur das, sie lässt die Leser auch in kleinen Geschichten miterleben, wie Forscher sich mit Dinosauriern beschäftigen oder Besucher sich in Museen und Ausstellungen auf die Suche nach Informationen machen. Ein neugieriger Junge namens Luis und der Paläontologe Tom „Dakota“ Tanner führen den interessierten Leser durch die Zeit und die Welt der Dinosaurier, zeigen wie die Riesenechsen gelebt haben und berichten aus der Geschichte der Forschung. Kleine Wissenstest zwischendurch und ein Eignungstest für angehende Dinosaurierforscher (Lösungen am Ende des Buches) unterbrechen die Kapitel. Ein ständiger Begleiter in diesem Buch ist der kleine Rabe „Potus“. Potus vermittelt den Lesern kurz und knapp am Ende eines jeden Kapitels in „Potus packt aus“ Faktenwissen, wie zum Beispiel, wo das Wort „Dinosaurier“ her stammt.

Gerippe auf der Kippe- Luis befragt Tom „Dakota“ Tanner

Tom: Ich hab was mitgebracht. Zum Freilegen und zum Präparieren der Fossilien.

Luis: Pinsel, Bürste, Handfeger- und was soll das sein? Ein Staubsauger?

Tom: Im Gegenteil. Eine Düse! Damit arbeiten manche Restauratoren. Also Leute, die Skelette zusammenbasteln. Auch die Knochen des T-Rex Sue haben sie freigeblasen. Mit Backpulver! Löst den Schmutz und lässt den Knochen heil.

Luis: Klingt wie in der Werbung. Wie lange dauert es, bis ein fast 13 Meter langer Räuber  wie Sue im Naturkundemuseum von Chicago steht und schön biestig aussieht?

Tom: Ganz schön lange. Bis sie alles freigelegt hatten, waren die Forscher 25.000 Stunden lang beschäftigt.

Luis: Monsterlang. Ich weiß nicht, ob ich so viel Geduld hätte.

Tom: Anschließend wussten sie alles über den Siebentonner mit den 58 messerscharfen Zähnen. Sue hatte ein paar Rippenbrüche überstanden, böse entzündete Zähne und Rückenprobleme.

Luis: Weiß man eigentlich, wie Sue gestorben ist

Tom: Sie war wohl von kleinen Schmarotzern befallen, konnte nicht mehr fressen und verhungerte. Natürlich waren die Forscher neugierig, wie es in ihrem riesigen Schädel aussah. Der wurde ganz vorsichtig transportiert. Denn einige Schädelknochen sind dünn und zerbrechlich.

Luis: Wie bei einem Schokoladenhasen? Hoffentlich nicht so hohl.

Das Cover des Buches BAFF! Wissen „Zicke zacke Dinokacke!“ ist optisch ansprechend und altersgerecht gestaltet. Der Inhalt wirkt strukturiert und übersichtlich. Zu Beginn werden die beiden Autoren Volker Präkelt und Derek Roczen, sowie der Hasenzahnsaurier K-Riex und der Rabe Potus, zwei fiktive Figuren, welche die jungen Leser durch das Buch begleiten, kurz vorgestellt. Im Anschluss folgt das Inhaltsverzeichnis. Das Buch besteht aus insgesamt 17 kurzen Kapiteln, die jeweils zwischen zwei und fünf Seiten lang sind. Die Autoren arbeiten mit vielen verschieden Formen der Visualisierung wie beispielsweise Illustrationen, Karikaturen, Comics und Fotos. Bilder und Text stehen in einem klaren Bezug zueinander, jedoch wirken die Seiten häufig etwas überladen. Ebenso wie die vielen Abbildungen erleichtern auch die unterschiedlichen Textformen, die in diesem Werk Gebrauch finden, das Textverständnis der jungen Leser. Der Satzbau lässt sich bisweilen als „einfach“ bezeichnen. Die größte Herausforderung für junge Leser dürften, die immer wieder verwendeten Fachwörter darstellen, die jedoch auch erläutert werden.
Um dem Inhalt des Buches folgen zu können, ist kein Vorwissen nötig. Den Lesern wird Wissen auf eine humorvolle Art und Weise vermittelt. Die Komik entsteht u. a. durch verzerrte und übersteigerte Darstellungen, wie in den Karikaturen. Die Personen in dem Buch werden beispielsweise mit zu langen Gesichtern und zu kleinen Augenpartien dargestellt, K-Riex tritt in einem Kapitel als Hip-Hop- Drache mit Hasenzähnen, Goldkette und Sonnenbrille auf und Potus und ein Dinosaurier werden im neunten Kapitel als Hochzeitspaar mit Fliege und Brautkleid dargestellt. Des Weiteren arbeiten die Autoren sehr stark mit sprachlicher Komik. Wie auch aus der Leseprobe hervorgeht kommunizieren die Protagonisten häufig in einer Art Jugendslang und gebrauchen hierfür Wörter wie „Cool“, „krass“, „stink-langweilig“, „Hammer“ usw. Der Hasenzahnsaurier K-Riex unterhält die Leser mit seinem Berliner Dialekt. Zwischen dem Raben Potus und K-Riex entsteht in vielen Dialogen Situationskomik.

Fazit: Wer auf amüsante Weise Wissen erwerben will, liegt mit diesem Buch völlig richtig. Die Schreib- und Ausdrucksweise, in der das Wissen präsentiert wird, ist durchaus als locker, bisweilen auch als saloppe Jugendsprache zu bezeichnen, was aber der Seriosität der Informationen keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil lernen die jungen Leser auf diese Weise zweierlei: Erstens, dass Wissen auch in lustiger Weise erworben werden muss, zweitens, dass Wissenschaft auch Spaß machen und interessant präsentiert werden kann. Hervorragende Umsetzung eines Sachbuchs, Forschung und Wissen modern, pfiffig und amüsant aufbereitet. Sehr gelungen!

„Baff! Wissen Zicke zacke Dinokacke“, sowie die übrigen Sachbücher der Baff! Wissensreihe vermitteln auf eine lockere und witzige Art und Weise sehr viel Wissen und bieten sich deshalb hervorragend für den Sachkundeunterricht in der Schule, aber auch als Freizeitlektüre für zu Hause an. „Baff! Wissen. Zicke zacke Dinokacke“ eignet sich sowohl zum Selberlesen als auch zum Vorlesen. Die Bücher sind aufgrund der Begrifflichkeiten eher nicht für absolute Leseanfänger geeignet. Wie bei vielen anderen Büchern gilt auch hier: Vorhandenes Interesse am Thema erleichtert das Lesen.