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Buchcover Christian Tielmann: Max und die überirdischen Kicker

Rezension von Eva Maus

Gegen die Jungs aus der 4b haben Max und die anderen Kicker der 3a im Fußball keine Chance. Trotzdem verspricht Max im Eifer eines Wortgefechtes und aus Frust über eine erneute 15:0-Niederlage dem Kapitän der 4b ein Spiel vor Publikum: Die Mannschaften sollen beim großen Sportfest der Schule gegeneinander antreten. Schon kurze Zeit später ist Max und seinen Freunden klar: Das wird peinlich! Doch Pauline und Max geben nicht auf...

BuchtitelMax und die überirdischen Kicker
AutorChristian Tielmann; mit Illustrationen von Sabine Kraushaar
GenreSport
Umfang96 Seiten
Edition1
VerlagCarlsen
ISBN978-3551651341
Preis7,99 €

Gegen die Jungs aus der 4b haben Max und die anderen Kicker der 3a im Fußball keine Chance. Trotzdem verspricht Max im Eifer eines Wortgefechtes und aus Frust über eine erneute 15:0-Niederlage dem Kapitän der 4b ein Spiel vor Publikum: Die Mannschaften sollen beim großen Sportfest der Schule gegeneinander antreten. Schon kurze Zeit später ist Max und seinen Freunden klar: Das wird peinlich!
Doch Pauline und Max geben nicht auf. Sie sind überzeugt, dass sie mit viel Training und dem richtigen Trainer eine Chance auf den Sieg haben und können tatsächlich ihren Sportlehrer, Herrn Kramer, für ihre Sache gewinnen. Doch zum Sieg braucht man nicht nur die richtige Technik. Da ist auch noch die Regel von Trainer Kramer: Kein Streit auf dem Platz. Was zunächst leicht klingt, wird zur großen Herausforderung. Lukas behauptet, ohne Mädchen spielten sie besser. Dennis gibt Lukas die Schuld an ihren Niederlagen… Zum Glück hat Max echte Kapitäns-Qualitäten und am Ende eine zündende Idee, wie die Streithähne gezähmt werden können.

Ob das harte Training und Max‘ Einsatz für die Stimmung im Team für einen Sieg ausreichen, zeigt sich schließlich beim finalen Spiel auf dem Sportfest.

Christian Tielmann erzählt die bekannte Geschichte einer unterlegenen Mannschaft, die mit Teamgeist und hartem Training doch noch gewinnen kann. Dabei betritt er nicht (nur) ausgetretene Pfade: Ausgerechnet der einzige Schüler der 3a, der kein Fußball spielen kann, wird zum entscheidenden Teammitglied - ohne einen Fuß auf den Platz zu setzen.

Max und die überirdischen Kicker
ist ein weiterer Band der Reihe „Typisch Max“, des männlichen Pendants zur bekannten Conni-Reihe. Vom Kindergarten bis in die Grundschule können Kinder in Bilderbüchern, Erstlesebüchern und Beschäftigungsbüchern Max, seine Familie und Freunde durch ihren Alltag begleiten. In jedem Band werden die wichtigsten Figuren auf den ersten Seiten vorgestellt, so dass auch Leser ohne Vorwissen problemlos in die Handlung finden.

Als Fußballer ist Max gewohnt freundlich und aufgeweckt, voller Loyalität gegenüber seinen Freunden und wirkt trotzdem sympathisch und nicht zu glatt. Er bedient weder männliche Stereotype noch wird er ‚verweiblicht‘ dargestellt. In seiner sehr heterogenen Mannschaft kommt Max vor allem die Aufgabe zu, zwischen Streitenden zu vermitteln, zu motivieren und das Team vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren. Das schafft er, ohne als Besserwisser oder Spielverderber zu erscheinen. Seine Freunde danken es ihm, als sie ihn vor dem entscheidenden Spiel zum Kapitän der Mannschaft wählen. So eignet sich Max sicher für viele Jungen als Identifikationsfigur. Gemeinsam mit ihm lernen die Leser zudem, dass man sich mit viel Übung - die nicht immer Spaß machen muss - verbessern kann. Max‘ entscheidende Idee auf dem Weg zum Sieg hat allerdings weniger mit Fußball als mit Psychologie zu tun… Mit Hilfe des fußball-unbegabte Florians packt er die Streithähne Lukas und Dennis bei der Ehre.

Für Erstleser ist das Buch mit seinen neun Kapiteln, vielen ansprechenden Bildern, großer Schrift, angemessener Wortwahl und einfachen Satzkonstruktionen gut geeignet. Insbesondere Fußballfans werden mit ihnen bekannten Wendungen in der Alltagssprache abgeholt, wenn Max und seine Freunde „ein paar Bälle im Netz versenken“, „drei Schritte[…] in die gegnerische Hälfte dribbel[n]“, „das Leder […] im Tor versenken“ oder „kein Bein auf den Boden bekommen“. Dabei bleibt die Balance zwischen der Schilderung von Spielverläufen und flankierender Handlung gewahrt. Das Buch wirkt auf diese Weise besonders, aber nicht ausschließlich, für junge Fußballfans interessant.

Das Rezept aus sympathischen Figuren, sehr realitätsnaher Handlung, Spannung, einem Schuss Humor und erstlesergerechter Umsetzung geht auch in diesem Band der Reihe „Typisch Max“ auf – diesmal mit einer gehörigen Portion echter Fußball-Begeisterung.

Max und die überirdischen Kicker eignet sich zur Leseförderung in besonderem Maße. Durch die vielen, sehr unterschiedlichen Bücher über Max kann Vor- und Erstlesen ineinander übergehen. Zudem färbt die einmal generierte Lesemotivation eventuell auch auf weitere Bände der Reihe ab.

Als Privatlektüre und auch für freie Leseformate in der Schule - insbesondere für Fußballfans im Grundschulalter - ist das Buch wunderbar geeignet.