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Buchcover Tom Angleberger: Yoda ich bin! Alles ich weiß!

Rezension von Eva Maus

Dwight ist ein echter Loser und macht verrückte Dinge, die niemand so richtig versteht. Als er mit einer Origami-Fingerpuppe in die Schule kommt, die aussieht wie Yoda aus "Star Wars", belächeln ihn wieder einmal alle. Doch der Origami-Yoda gibt verblüffend gute Ratschläge. Er bewahrt Mitschüler vor Peinlichkeiten, sagt Überraschungs-Tests und andere Dinge voraus und gibt Tipps zum Umgang mit Mädchen.

BuchtitelYoda ich bin! Alles ich weiß!
AutorTom Angleberger (übersetzt von Collin McMahon)
GenreHumor & Comedy
Comedy
Lesealter8+
Umfang160 Seiten
VerlagBaumhaus Verlag
ISBN978-3-8339-3790-3
Preis12,99 € (oder 7,99 € als Taschenbuch)

Dwight ist ein echter Loser und macht verrückte Dinge, die niemand so richtig versteht. Als er mit einer Origami-Fingerpuppe in die Schule kommt, die aussieht wie Yoda aus "Star Wars", belächeln ihn wieder einmal alle. Doch der Origami-Yoda gibt verblüffend gute Ratschläge. Er bewahrt Mitschüler vor Peinlichkeiten, sagt Überraschungs-Tests und andere Dinge voraus und gibt Tipps zum Umgang mit Mädchen. Nur ein kleiner Wink von Yoda und Mike muss im Sportunterricht nicht mehr weinen, Quavondo wird seinen fiesen Spitznamen los und Kellen tanzt endlich mit Rhondella.
Kann der Ober-Loser Dwight wirklich so gute Ideen haben oder ist das Yoda-Orakel echt? Um diese Frage zu beantworten, legt Tommy eine Akte an. Dort sammelt und kommentiert er alle Informationen zu Dwight und vor allem zu Origami-Yoda. Viele Mitschüler und Mitschülerinnen haben dazu Geschichten zu erzählen. Trotzdem ist sich Tommy nicht sicher, was es mit dem Origami-Yoda auf sich hat. Harvey, der ebenfalls Kommentare beisteuert, glaubt hingegen fest an einen Schwindel. So oder so verändert Yoda die McQuarrie Mittelschule – vor allem zu Gunsten der Außenseiter.

Gleichermaßen verrückt und weise verändert Origami-Yoda (oder sein Schöpfer Dwight?) das Leben seiner Freunde und Mitschüler. Diese Fingerpuppe ist genial!

Das Buch "Yoda ich bin! Alles ich weiß!" besteht aus der ‚Yoda-Akte‘, die Tommy anlegt. Dort beschreibt er seine eigenen Begegnungen mit Dwight und seiner Fingerpuppe und kommentiert die gesammelten Schilderungen seiner Mitschüler und Mitschülerinnen mit wohlwollenden Worten. So bietet sich der sympathische und moralisch integre Junge als Identifikationsfigur für den jugendlich-männlichen Leser an. Tommy ist hin- und hergerissen zwischen seinem Verstand und dem Glauben an das Yoda-Orakel. In der Schule nimmt er sich selbst und seine Freunde als uncoole Außenseiter wahr, ohne sich jedoch daran sehr zu stören. Nur Sara möchte er gern beeindrucken. Als ihm Origami-Yoda rät, sie zum Tanzen aufzufordern, drängt daher die Frage, ob das Fingerpuppen-Orakel echt ist und er diesen Schritt riskieren kann.

Neben der Frage um die Echtheit des Yoda-Orakels finden sich auch Fragen um Coolness, deren Bedeutung und um Freundschaft zwischen den Zeilen. Die Hierarchien an Tommys und Dwights Schule sind offensichtlich und bestimmen den Alltag der Schüler und Schülerinnen. Anders als in "Gregs Tagebuch" räumen Tommy und seine durchweg liebenswerten und eigenartigen Freunde ihrem Ansehen aber nicht die oberste Priorität ein. Bei den kleinen und großen Verbesserungen ihrer Situation ist ihnen Dwight mit seiner Fingerpuppe behilflich – auch wenn manchmal erst auf den zweiten Blick deutlich wird, warum er Recht behält. Das spricht sich herum, so dass schließlich auch die coolen Kids Origami-Yodas Rat suchen. So verschwimmen die Grenzen zwischen Sonderlingen und ‚Angesagten‘ etwas. Dabei wird deutlich, dass die Unterschiede weniger groß sind als gedacht.

Bei der Lektüre von "Yoda ich bin! Alles ich weiß!" kommen die Leser aus dem Schmunzeln kaum heraus und müssen sicherlich auch hin und wieder laut lachen. Dazu trägt bei, dass Tommy und auch alle anderen, die zu Wort kommen, in einer witzigen und authentischen Jugendsprache erzählen und sein Freund Kellen den Text mit einfachen und lustigen Skizzen und Kritzeleien ergänzt. Vor allem aber sind es Dwights anarchisch genialer Verstand und seine völlige Ignoranz von Normen und Autorität - ohne dass er sich selbst als Rebell verstehen würde -, die das Buch so verrückt und lustig machen. Weil es in verschiedenen Schriftarten gestaltet ist und die Seiten mit scheinbar knitterigem Untergrund daherkommen, erweckt das Buch fast den Eindruck, tatsächlich eine Blättersammlung von Sechstklässlern zu sein. Leseanfängern kommt "Yoda ich bin! Alles ich weiß!" mit relativ großer Schrift und kurzen, zum Teil sehr kurzen, Kapiteln entgegen.

So besonders Dwight und sein Yoda-Orakel sind, so unterhaltsam ist der erste Teil von Anglebergers Buchreihe um die Star-Wars-Origami-Figuren. Aber Achtung: "Yoda ich bin! Alles ich weiß!" macht süchtig und verleitet zum unabhängigen Denken. Ein echter Volltreffer!

"Yoda ich bin! Alles ich weiß!" liest sich schnell und einfach und steckt trotzdem voller guter Ideen und Spaß und enthält eine gehörige Portion Weisheit. Damit ist es als Schullektüre – sowohl in freien Leseformaten als auch als gemeinsame