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Buchcover Rüdiger Bertram: Die Jungs vom S.W.A.P. – Flammendes Inferno

Rezension von Eva Maus

Im zweiten Teil der „Jungs vom S.W.A.P.“ geht es heiß her. In einer Kombination aus Comic und Fließtext erzählen Bertram und Schulmeyer ein spannend-rasantes Spionage-Abenteuer voller Humor und Action. Getreu dem Motto „Nor risk, no fun“ stolpern Tim und Bob erneut um den halben Globus, mit dem Ziel Madame Hot daran zu hindern, die Menschheit durch Vulkanausbrüche auszulöschen.

BuchtitelDie Jungs vom S.W.A.P. – Flammendes Inferno
AutorRüdiger Bertram; illustriert von Heribert Schulmeyer
GenreHumor & Comedy
Comedy
Lesealter10+
Umfang224 Seiten
Edition1
VerlagOetinger
ISBN978-3-7891-2022-0
Preis12 €

Tim und Bob sind beste Freunde und erst kürzlich in ein riesiges Abenteuer gestolpert: Durch ein Missverständnis hat sie der S.W.A.P. (das Special-Weapon-Action-Program der UNO) zu Top-Agenten erklärt und das Schicksal der Welt in ihre Hände gelegt.  

Kaum von dieser ersten Mission zurück, sind sie in ihrem zweiten Abenteuer „Flammendes Inferno“ erneut die letzte Hoffnung der Menschheit. Denn Madame Hot droht, alle Vulkane der Welt ausbrechen zu lassen, wenn sie nicht die Weltherrschaft und S.W.A.P.-Top-Agent Thomas Snyder bekommt. Tatsächlich bricht kurz darauf weltweit Chaos aus, als selbst erloschene Vulkane wieder aktiv werden, sich der Himmel verdunkelt und Menschen panisch fliehen. Tim und Bob erhalten die Aufgabe, Madame Hot zu stoppen. 

Zum Glück bringen die jungen Agenten beste Voraussetzungen für ihre Mission mit: Tim, auch Big Brain genannt, ist besonders schlau und gebildet. Bob, alias die Faust, hingegen ist technikbegabt und schlagkräftig. Mutig stürzen sich die beiden in das neue Abenteuer, geben die Maskottchen beim Auftaktspiel der Fußball-WM in Peking, überstehen einen rasanten Hubschrauberflug über den Krater eines ausbrechenden Vulkans in Island und meistern diverse andere, brenzlige Situationen rund um den Globus. So kommen sie schließlich Madame Hot und ihrem teuflischen Plan auf die Schliche.

Wenn Tim und Bob einen Auftrag bekommen, sind sie nicht mehr zu halten. Natürlich geht auch einiges zu Bruch, aber mit Mut, Schlagfertigkeit und einem lockeren Schulterzucken treten die Jungs auch der Schurkin Madame Hot entgegen.

Bob und Tim bieten durch ihre relative Sorglosigkeit angesichts des erneut drohenden Weltuntergangs und ihres Muts im Kampf gegen Madame Hot und ihre Helfer positive Identifikationsfiguren. Dass die jungen Top-Agenten so unterschiedliche Talente haben, erhöht dabei die Chance, dass jeder junge Leser eine Figur findet, in die er sich hineinversetzen kann. Sympathisch wirken die beiden Jungen zudem, weil sie – auch in größter Gefahr – ihre kleinen Sticheleien nicht sein lassen können und sich permanent gegenseitig aufziehen.

Obwohl die Jungen für den S.W.A.P. arbeiten, ist ihre Ausstattung auch beim zweiten Auftrag mehr als dürftig. Denn der Geheimdienst ist chronisch pleite. Als die Vulkane ausbrechen und die Flugzeuge wegen der Verunreinigung der Luft am Boden bleiben müssen, wittert Chefin Angela Steel jedoch ihre Chance und treibt die Vermietung des Suburb-Shuttle-Systems – eine Art weltumspannendes U-Bahn-Netz – an zahlungskräftige Kunden voran. Folglich hat sie kaum noch Zeit, die Jungen bei der Rettung der Welt zu unterstützen. Diese und ähnlich absurde Umstände sind typisch für die Zustände, in denen Tim und Bob agieren müssen. Dadurch liest sich Die Jungs vom S.W.A.P. wie eine zugespitzte Satire auf klassische Spionage-Geschichten, in der die Bösewichte etwas zu durchgeknallt, deren Handlanger etwas zu dumm und die Lösung aller Probleme etwas zu einfach ist. Dazu kommen neue Technologien – die oft Fehler haben oder unberechenbar sind – und allgegenwärtige, glückliche Zufälle, die den Helden helfen, ihre Mission zu erfüllen. 


Auch das zweite Abenteuer der „Jungs vom S.W.A.P.“ setzt sich aus klassischem Fließtext und ergänzenden Comic-Panels und Illustrationen zusammen, die besonders in Actionszenen den Text ersetzen. Damit und durch die handlungsorientierte Erzählweise spricht das rasante Buch sicherlich auch Comic-Liebhaber an. Wie in ihren anderen gemeinsamen Projekten passen auch in „Flammendes Inferno“ die Illustrationen von Heribert Schulmeyer in ihrer Dynamik und ihrem Humor, die auch auf dem Cover deutlich werden, perfekt zu dem Text von Rüdiger Bertram. 

Die Kapitellänge von jeweils ca. 8 Seiten und die einfache, oft umgangssprachliche Schreibweise tragen ebenfalls dazu bei, dass das Buch auch für wenig geübte Leser geeignet ist. Zudem ist die Geschichte streng chronologisch erzählt und die lineare Handlung kommt völlig ohne komplizierte Verstrickungen aus.

Fazit: „Flammendes Inferno“ ist ein würdiger zweiter Teil für die „S.W.A.P.“-Reihe, die durch das nahtlose Zusammenspiel von Text und Bild besticht: witzig, spannend von Anfang bis zum Schluss und voller Action.

Die Jungs vom S.W.A.P. sind gut geeignete Begleiter für die private Lektüre wie für freie Leseformate in der Schule. Die lustige, schnelle und einfache Handlung voller Action und Spannung sowie das Zusammenspiel von Text und Bild können (auch) bei schwächeren Lesern Lesemotivation generieren. Da es sich um eine Buch-Reihe handelt, ist ein möglicher Anreiz für weitere unterhaltsame Leseerlebnisse gegeben. 

Die Lektüre des ersten Bandes ist von Vorteil, um einige Witze zu verstehen, aber grundsätzlich nicht erforderlich, um dem zweiten Band folgen zu können. So werden die wichtigsten Informationen aus Tim und Bobs erster Mission zu Beginn von „Flammendes Inferno“ aufgegriffen und in die Handlung eingebettet zusammengefasst.