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Buchcover Greg James & Chris Smith: Kid Normal. So sehen Helden aus!

Rezension von Heidi Haunerdinger

Irrtümlicher weise landet Murph  auf einer Schule für Superhelden! Und das ganz ohne Superkräfte! Doch mit Mut, Intelligenz und Freundschaft schafft es Murph alias Kid Normal die Invasion von Nektar, dem Wespenmann, und seinen Killerdrohnen zu stoppen und rettet die Schule vor der feindlichen Übernahme. Nach der spannenden und witzigen Lektüre ist eines sicher: Echte Heros brauchen keine Superkräfte, um die Welt zu retten.

BuchtitelKid Normal. So sehen Helden aus!
AutorGreg James & Chris Smith (mit Illustrationen von Raimund Frey)
GenreAbenteuer
Fantasy
Lesealter10+
Umfang320
Edition1. Auflage
VerlagArena
ISBN978-3-401-60393-3
Preis15,00
Erscheinungsjahr2018

Murph Cooper, der von seiner Mutter versehentlich an einer Schule für Kinder mit besonderen Fähigkeiten (Cape) angemeldet wird, merkt schon am ersten Tag, dass er hier fehl am Platz ist. Trotz des nicht vorhandenen Talents, darf Murph an der Schule bleiben. Schnell ist er die Zielscheibe für Schikanen und Häme. Doch mit Nellie, Mary, Hilda und Billy gründet er die „Supernullen“ und die Fünf lassen sich nicht unterkriegen. Für den bevor stehenden P-Cape-Test (praktischer Cape-Anwendungstest) werden alle Schüler mächtig unter Druck gesetzt, um in den Geheimbund für Superhelden aufgenommen zu werden. Doch der Tag der Prüfung verläuft anders als geplant. Denn der zum Wespenmann mutierte Clive Meek alias Lord Nektar beabsichtigt die Schule zu überfallen und die Schüler samt Lehrer zu versklaven.
In einer stillgelegten Fabrik hat dieser verrückte Nektar mit seinem Gehilfen Nicolas Knox eine Armee von Killerdrohnen aufgestellt, um die Weltherrschaft zu erlangen. Erster Schritt zur Machtübernahme ist es, die Schule der Superhelden zu überfallen und die Schüler in einer Sklavenarmee zu unterwerfen. Doch Murph alias Kid Normal durchkreuzt den Plan des Lords und arbeitet mit seinen Freunden den Gegenschlag aus. Plötzlich ist nicht mehr Kid Normal der Loser, sondern er wird zum Anführer der Gegenoffensive und rettet mit seinen Freunden die Schule vor der feindlichen Übernahme durch Lord Nektar und seinem Gefolge.

Eine Leseprobe kann auf der Verlagsseite eingesehen werden.

Murph Cooper geht es nicht gut. Durch das ständige Umziehen, bedingt durch die Arbeitssituation seiner Mutter, fällt es dem Jungen immer schwerer sich am neuen Wohnort zu orientieren, Freunde zu finden, heimisch zu werden. Diesmal ist es besonders schlimm: die Schule, in die Murph versehentlich aufgenommen wird, ist eine besondere Schule! Eine Akademie für Kinder, die ein „Cape“ (Clever angewandte persönliche Energie) besitzen. Diese „besondere Gabe“ soll dort geschult, ausgebaut und der Inhaber/Inhaberin die Schule als Superheld verlassen. Der Start an der neuen Schule geht total in die Hose. „Kid Normal“ ist ab sofort sein Spitzname, nachdem er mutig vor versammelter Klasse eingestanden hat, keine Superkräfte zu haben. Er darf als Hausmeistergehilfe an der Schule bleiben. Es ist beeindruckend, wie Murph, alias Kid Normal, sich dank seines messerscharfen Verstandes aus brenzligen Situationen befreit und den Leser mit seiner erfrischend normalen Denkweise  überrascht. Mit seinen Freunden, den Supernullen, schafft er es mit Courage und Wagemut die Schule  zu retten. Die echten Superhelden sind nämlich im Ernstfall nicht zu gebrauchen und schauen ziemlich dumm aus der Wäsche.
Was sich als Superman-Story ankündigt, trifft zweifelsohne zu. Parallelen zu klassischen Superhelden werden gewollt hergestellt. Es ist witzig und lustig zu lesen, welche vermeintlichen Superkräfte die einzelnen Schüler besitzen und wie schwierig es ist, sie passend einzusetzen.
Auch der eigentliche Plot, die Entwicklung von Murph von einem schüchternen, zurückhaltenden Kind zu einem selbstbewussten und charakterstarken Jungen, überzeugt von Anfang an. Das
Hinnehmen der Schikanen und Murphs subtiles Handeln als Reaktion darauf, macht ihn sehr sympathisch. Der Leser kann sich gut mit dem Protagonisten identifizieren und Murphs Gefühle nachempfinden. Die Botschaft der Autoren auch ohne außergewöhnliche Fähigkeiten ein toller Typ zu sein, geht voll auf. Die Charaktere von Murphs Freunden, jeder auf seine Art besonders, ergänzen die Geschichte und runden den Plot ab.
Das Buch-Cover ist ein echter Hingucker, zeigt es doch schon die Freunde mit deren „Capes“, allen voran Murph als ganz normalen Jungen. Die Comic-Illustrationen, die gut zum Titel passen, ergänzen immer wieder den Text.  Das Layout ist mit unterschiedlichen Schriftarten gestaltet, um Dialoge und wörtliche Reden besonders hervorzuheben.
Der Sprachstil ist humorvoll, pointiert und bezieht den Leser mit ein.  Die Handlung wird auf zwei Erzählebenen erzählt: Murphs Alltag und das wahnwitzige Treiben von Lord Nektar in der Fabrik.

Fazit: Ein Buch, das viel Lesespaß verspricht und für leseerfahrene Jungs bestens geeignet ist
Eine Fortsetzung ist bereits für das Frühjahr geplant, was die Leser bestimmt freuen wird. Denn welcher Junge wäre nicht gerne Superheld! Und das ganz ohne Superkräfte!

Das Buch bietet ausreichend Gesprächstoff über Superhelden und ihre Kräfte. Braucht man sie, sind sie wichtig? Oder ist Mut und Freundschaft nicht viel wichtiger? Themen , die bestimmt viele Kinder bewegen oder in ihrer Phantasie eine Rolle spielen.