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Buchcover Adam Blade: Sea Quest – Cephalox, die Riesenkrake

Rezension von Eva Maus

Als das im Meer erbaute Auqora von einem riesigen Monster angegriffen wird, erkennt der zehnjährige Max schnell, dass es sich um eine Cyber-Krake handelt. Als diese seinen Vater entführt, nimmt er mit einem U-Boot die Verfolgung auf. Doch das Ungeheuer zerstört das U-Boot und Max wird von Lia, einem Mädchen des sagenumwobenen Merryn-Volkes, gerettet...

BuchtitelSea Quest – Cephalox, die Riesenkrake
AutorAdam Blade (übersetzt von Christine Gallus)
GenreFantasy
Lesealter8+
Umfang128 Seiten
Edition1
VerlagCbj
ISBN978-3570157763
Preis7,99 €

Als das im Meer erbaute Auqora von einem riesigen Monster angegriffen wird, erkennt der zehnjährige Max schnell, dass es sich um eine Cyber-Krake handelt. Als diese seinen Vater entführt, nimmt er mit einem U-Boot die Verfolgung auf. Doch das Ungeheuer zerstört das U-Boot und Max wird von Lia, einem Mädchen des sagenumwobenen Merryn-Volkes, gerettet. Sie macht ihn zu einem Halb-Merryn, so dass er unter Wasser atmen kann. Von ihr erfährt Max auch, dass die Riesenkrake von einem bösen Professor kontrolliert wird, der das Meeresvolk bedroht. Während die Meermenschen über erstaunliche, natürliche Fähigkeiten verfügen, macht sich der menschliche Professor die neueste Technik zu Nutze. Doch die Kräfte der Merryn schwinden, weil der Professor einen magischen Schädel gestohlen, in vier Teile zerschlagen und die Stücke getrennt versteckt hat. Jedes Fragment wird von einem Monster bewacht.

Gemeinsam schwimmen Max und Lia in die von Menschen bisher unentdeckte Unterwasserstadt Sumara. Dort empfängt sie Lias Vater, der König der Merryn, zornig, weil er den Menschen nicht traut und Max Verwandlung missbilligt. Doch als Sumara von der Riesenkrake angegriffen wird, gelingt es Max das Ungeheuer zu besiegen und einen der wertvollen Schädelfragmente aus seiner Gewalt zu bergen. Der König von Sumara überträgt ihm daraufhin die Aufgabe gemeinsam mit Lia auch die weiteren magischen Schädelknochen zu finden und zurückzubringen. Max stellt sich der Aufgabe, um seinen Vater aus der Gewalt des Bösewichtes zu befreien und dem Merryn-Volk zu helfen. Als er nahe Sumara auch noch ein  Wrackteil des U-Bootes seiner verschollenen Mutter findet, keimt zusätzlich die Hoffnung in ihm auf, er könnte auch sie lebend wiederfinden.

>Springender Delfin<, Logbuch-Eintrag 176.43

Logbuch-Eintrag: Niobe North
Zweck der Expedition: die legendäre Stadt Sumara finden
Position: 1603 Fuß tief
Koordinaten: unbekannt

Wir haben nicht viel Zeit. Das könnte mein letzter Loguch-Eintrag sein. Wir stecken auf dem Boden des Ozeans fest. Beide Motoren sind ausgefallen. Unser U-Boot „Springender Delfin“ ist von Riesenkrabben umzingelt. Es sind Hunderte, die uns angreifen. Sie kratzen am Schiffsrumpf. Es ist eine Frage der Zeit, bis sie ein Loch gebohrt haben. Falls Dedrick die Motoren nicht zum Laufen bringt, ist das das Ende.
Falls diese Aufzeichnungen je gefunden wird… falls ihr sie bekommt, Callum und Max… möchte ich euch sagen, dass ich euch sehr lieb habe und…

>Ende der Aufzeichnung<

Max erlebt in dem ersten Band der Sea-Quest-Reihe ein rasantes Abenteuer, in das der Leser genauso schnell hinein stolpert wie der junge Held selbst. Anhand weniger einfacher Sätze wird die Wasser-Stadt Aquora umrissen, in der Max mit seinem Vater allein lebt, seitdem seine Mutter verschollen ist. Dabei kann kein Detailreichtum oder überbordende Fantasie entstehen, doch die fantastische Welt funktioniert durch bekannte Handlungsmuster und Figurenstereotype.

Als eine Riesenkrake Aquora angreift, wird schnell deutlich, dass Max abenteuerlustig, intelligent und mutig ist. Zudem geht er  routiniert mit fortschrittlichster Technik um. Er zögert nicht als sein Vater entführt wird und nimmt sofort die Verfolgung auf. Mit der Verwandlung zum Halb-Merryn und der Ankunft in die Heimat des Meervolkes ist Max endgültig seinem Alltag entwachsen. Gemeinsam mit der Prinzessin der Merryn, ihrem Schwertfisch und seinem Roboterhund kann er schließlich die Riesenkrake von der Macht des bösen Professors befreien und damit das Meeresvolk beschützen. Der eigentliche Bösewicht bleibt zunächst im Verborgenen. Ihn sowie seine drei übrigen Monster zu besiegen, stellt Max Aufgabe für die kommenden Bände der Reihe dar.

Die Sea-Quest-Bücher verbinden eine klassische Heldengeschichte mit einem ganz einfachen Text, den auch Leseanfänger bewältigen können. Die Schrift ist groß, die Kapitel sind kurz und durch zahlreiche Zeichnungen illustriert. Zur Orientierung dient eine Karte der Unter- und Überwasserwelt. Adam Blade arbeitet mit kurzen einfachen Sätzen und einer sehr dichten, actionreichen Erzählung, die auf genauere Beschreibungen oder Reflexionen verzichtet. Dadurch bleiben die Charaktere flach und die lineare Handlung entbehrt jeder Komplexität oder Überraschung. So können sich Leseanfänger eine spannende Geschichte erarbeiten, die einer durch Neue Medien geprägten Rezeptionserwartung entgegenkommt. Damit bietet das Buch sowohl in der Aufmachung als auch im Inhalt eine Abwechslung von meist sehr kindlichen Erstlesebüchern. Sea Quest – Cephalox, die Riesenkrake ist sicher kein literarisch wertvolles Buch, doch als Lektüre für Jungen (und Mädchen), die actionreiche Abenteuer wollen, aber deren Lesefähigkeit für die meisten entsprechende Bücher (noch) nicht ausreicht, eine tolle Möglichkeit die Kluft zwischen Lektürepräferenz und Lesefähigkeit zu überbrücken.

Das Buch eignet sich besonders als Freizeitlektüre für Leseanfänger. Die Verbindung von einfacher Sprache und actionreicher Handlung kann dabei Lesemotivation fördern. Durch relativ anspruchsarme Handlung und die flachen Charaktere bietet es sich allerdings weniger zur Nutzung für die Lektüre in der Schule oder anderen strukturierten Maßnahmen der Leseförderung an.