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Buchcover Adam Blade: Sea Quest – Silda, die Seeschlange

Rezension von Eva Maus

Max ist auf der Suche nach magischen Skelett-Fragmenten. Hat er alle vier Teile des Thallos-Schädels gefunden, erhalten die Meermenschen ihre Macht zurück und können den bösen Professor besiegen, der nicht nur das Meeresvolk bedroht, sondern auch Max Vater gefangen hält...

BuchtitelSea Quest – Silda, die Seeschlange
AutorAdam Blade (übersetzt von Christine Gallus)
GenreFantasy
Lesealter8+
Umfang123 Seiten
Edition1
Verlagcbj
ISBN978-3-570-15777-0
Preis7,99 €

Max ist auf der Suche nach magischen Skelett-Fragmenten. Hat er alle vier Teile des Thallos-Schädels gefunden, erhalten die Meermenschen ihre Macht zurück und können den bösen Professor besiegen, der nicht nur das Meeresvolk bedroht, sondern auch Max Vater gefangen hält. Doch die wertvollen Fragmente werden jeweils von einem riesigen, gefährlichen Ungeheuer bewacht, das der Professor durch technische Apparaturen kontrolliert. 

Nachdem Max gemeinsam mit der Meeresprinzessin Lia im ersten Band die Riesenkrake Cephalox besiegen konnte, müssen sie sich im zweiten Band der Sea-Quest-Reihe der Seeschlange Silda stellen.

Max Augen hatten sich noch immer nicht an das Dämmerlicht gewöhnt, als Rivets Lichtkegel etwas Weißes streifte. Entsetzt erkannte Max, dass es die Knochen eines großen Skeletts waren. Und nur wenige Meter daneben lag der sauber abgenagte weiße Brustkorb irgendeiner armen Kreatur im Sand. Lia stand neben ihm und betrachtete ihn zitternd.

„Das ist ein Friedhof“, wisperte sie. 

Max nahm seine Infrarot-Brille aus Rivets Fach. Als er sie angeknipst hatte, hielt er erschrocken die Luft an. Der Höhlenboden war mit den traurigen Überresten Dutzender Meereslebewesen übersät. Manche Knochen ähnelten denen von Menschen, andere hatten die typische Fuß- und Handform der Merryn. Waffen lagen auch herum, doch allesamt kaputt und verrostet.

„Als hätten sie hier unten gegen etwas gekämpft“, murmelte Max.

„Und hätten verloren“, fügte Lia leise hinzu.

Max dachte an das verlassene U-Boot und schauderte. Ein Poltern aus dem Tunnel erschütterte die Knochen, und die gewaltigen Metallwände bebten.

„Es ist gleich da“, flüsterte Max.

Wie auch im ersten Band der Sea Quest-Reihe kombiniert Adam Blade in Silda, die Seeschlange einfache Sätze, kurze Kapitel und viele Illustrationen, die Leseanfängern entgegenkommen, mit einer actionreichen Heldengeschichte.

Nachdem die Handlung des ersten Bandes in wenigen Sätzen zusammengefasst sowie Max und Lias Aufgabe, die Schädel-Fragmente zu finden, umrissen wurde, beginnen bereits die Abenteuer. Dabei begegnen dem Roboterhund Rivet, dem Schwertfisch Spike, der Meeresprinzessin Lia und dem Halb-Merryn Max keine neuen Figuren, und es ergeben sich keine überraschenden Ereignisse: Die Freunde müssen zunächst dem Brandungssog und den gefährlichen Schnapperfischen entkommen, um  schließlich die Höhle der Seeschlange Silda zu finden, die nicht nur mit ihren spitzen Zähnen und Elektrostößen gefährlich wird, sondern auch allerhand technisches Equipment des bösen Professors bei sich trägt.


Die Handlung des Buches ähnelt damit weniger einer Heldenreise als einem Computerspiel. Die flachen Charaktere schwimmen von Aufgabe zu Aufgabe, die selbstverständlich durch Lias Wissen um die Meeresfauna und -flora, Max technisches Know-How und dem Mut der Freunde und ihrer Helfer gemeistert wird. Die Handlung ist vorhersehbar und wenig fantasievoll. Doch wie beim ersten Band liegt auch die Stärke von Silda, die Seeschlange in der Kombination von actionreicher, dichter Handlung und einfacher Erzählweise ohne jede Komplexität und damit in der Überbrückung von Lesepräferenzen und (noch) fehlender Lesefähigkeit.